Der Olivenbaum ist eine der ältesten traditionellen Kulturpflanzen des Mittelmeerraums. Das aus seinen Früchten gewonnene Öl dient seit Jahrhunderten als Nahrungsmittel und wird unter anderem als Rohstoff für Beleuchtungsmittel und Heilmittel verwendet.
Die aktuelle Lage des Olivenanbaus ist aufgrund der großen Nachfrage und der hohen Rentabilität außergewöhnlich gut, was der erfolgreichen Ernährungskampagne zu verdanken ist, die die therapeutischen und ernährungsphysiologischen Eigenschaften hervorhebt. Die Zukunftsaussichten sind vielversprechend, und die Anbaufläche nimmt zu. Spanien und Italien sind weltweit die wichtigsten Erzeuger, gefolgt von Griechenland, der Türkei und Tunesien.
Für seine Entwicklung benötigt er wenige Kältestunden und viele Wärmetage (zwischen dem Austrieb und der Blüte vergehen 3–4 Monate, von der Blüte bis zur Ernte 6–7 Monate). Die schwerwiegendsten Witterungseinflüsse sind trockene Winde und hohe Temperaturen während der Blüte, was zu einem allgemeinen Fruchtansatzausfall führt und somit den Ertrag mindert.
Sie ist widerstandsfähig gegenüber kalkhaltigen Böden, wobei es jedoch sortenspezifische Unterschiede gibt (die Sorte „Hojiblanca“ zeigt ein sehr gutes Wachstum). Sie ist sehr salztolerant. Es handelt sich um eine lichtbedürftige Pflanze, sodass ein Lichtmangel die Blütenbildung beeinträchtigt oder dazu führt, dass die Blüten nicht lebensfähig sind, da in den Blattachseln nicht genügend Assimilate vorhanden sind.
Traditionell wurden ungerechtfertigterweise sehr weite Pflanzabstände verwendet; die durchschnittliche Pflanzdichte betrug früher 72 Bäume pro Hektar, während derzeit Werte von 312 Bäumen pro Hektar empfohlen werden, die bei Bewässerung sogar bis zu 400 erreichen können. Im Trockenanbau sollten 300 Bäume pro Hektar nicht überschritten werden. Die Pflanzabstände sind rechteckig und betragen 7 × 5 oder 6 × 4.
Die Erträge steigen durch Bewässerung, da bei Niederschlagsmengen unter 800 mm eine Bewässerung erforderlich wird. Am besten eignet sich hierfür die punktuelle Tropfbewässerung mit einer Menge von 1800–1900 Litern pro Baum und Jahr, verteilt auf die Monate April, Mai, Juni, Juli, August und September verteilt, und zwar in einer Menge von 100 Litern pro Tag und Baum.
Eine andere, vielleicht effektivere Alternative besteht darin, die Bewässerung auf die heißesten Monate zu konzentrieren, sodass im April 70 Liter pro Tag und Baum, im Mai 90 Liter pro Tag und Baum, 110 Liter pro Tag und Baum im Juni, 130 Liter pro Tag und Baum im Juli, 110 Liter pro Tag und Baum im August sowie 90 Liter pro Tag und Baum im September.
Auswahl der Verteilerrohre: Ein umfangreiches Angebot, das die Auswahl der geeigneten Verteilrohre gewährleistet. Die Kombination aus Emittermodell, Durchfluss pro Emitter und Abstand zwischen den Emittern gewährleistet nicht nur die Bereitstellung der in der Bewässerungsstrategie vorgesehenen Bewässerungsmengen, sondern sorgt zudem für ein großes Volumen an feuchtem Boden, das für die Wurzelentwicklung sowohl bei der oberflächennahen Punktbewässerung als auch bei der Tiefenbewässerung (RGS) zur Verfügung steht.
Digitales Landwirtstum: Neben der richtigen Auswahl der Bewässerungsrohre ermöglicht der Einsatz von AZUD QGROW-Geräten zur präzisen Steuerung der Wasser- und Nährstoffzufuhr auf der Grundlage der von Boden-, Pflanzen- und Klimasensoren gelieferten Daten:
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